Hilfe bei Gewalt – Unterstützung für lsbatinq+ Personen

Person mit braunem Hemd und lockigen Haaren sitzt an einem Fenster und schaut gedankenverloren heraus.

Erfahrungen von Diskriminierung und Gewalt können belastend und verunsichernd sein. Du musst damit nicht allein bleiben. Auf dieser Seite findest du gezielte Hilfsangebote bei Gewalt – sowohl direkt über unser Netzwerk als auch über spezialisierte Anlaufstellen in Baden-Württemberg. 

Hilfe bei Gewalt: Unterstützung und Weitervermittlung

Wenn du Gewalt oder Diskriminierung erlebt hast, kannst du dich an verschiedene Beratungsstellen und Unterstützungsangebote wenden – vor Ort oder online. Diese bieten dir vertrauliche Gespräche, rechtliche Orientierung und psychosoziale Unterstützung. 

Auch wenn du noch unsicher bist, ob du Hilfe in Anspruch nehmen möchtest, kann es entlastend sein, mit einer Fachperson über deine Situation zu sprechen.

Beratungsstellen können dich unterstützen bei:

  • der Einordnung deiner Erfahrungen
  • der emotionalen Verarbeitung von Erlebtem
  • der Suche nach weiteren Hilfsangeboten (z. B. Schutzunterkünfte)
  • ggf. Fragen zu rechtlichen Möglichkeiten (z. B. Anzeige)

Du entscheidest dabei immer selbst, was du teilen möchtest und welche Schritte du gehen willst.

Spezifisches Angebot: Beratung und Unterstützung für TIN-Personen

Unsere Landeskoordinationsstelle bietet Beratung und Unterstützung für trans, inter und nicht-binäre Personen, die von geschlechtsspezifischer oder sexualisierter Gewalt betroffen sind. Dabei orientieren wir uns an deinen individuellen Bedürfnissen und entscheiden gemeinsam mit dir, welche nächsten Schritte sinnvoll sind.

Unser Angebot für Dich:

  • Vertrauliche Beratung zu deinen Möglichkeiten
  • Unterstützung bei der Einordnung deiner Erfahrungen
  • Hilfe bei der Kontaktaufnahme zu Beratungsstellen vor Ort
  • Vermittlung zu Schutzunterkünften und spezialisierten Einrichtungen
  • Begleitung bei Bedarf im Kontakt mit weiteren Stellen (z. B. Polizei)

Du entscheidest, welche Unterstützung du in Anspruch nehmen möchtest und wie weit du gehen willst.

Wir bieten auch Veranstaltungen und Fortbildungen für Einrichtungen der Anti-Gewalt-Beratung und für Fachberatungsstellen zu geschlechtsspezifischer und sexualisierter Gewalt an.

Nimm Kontakt auf

Du erreichst uns direkt unter .

Mehr Informationen zur Landeskoordinationsstelle und Beratungsmöglichkeiten findest du auch auf unserer Projektwebsite: tin-schutz.de

Hilfe bei Gewalt und Polizei: deine Optionen

Es kann sinnvoll sein, sich – unabhängig oder ergänzend zur Beratung – an die Polizei zu wenden. Gerade nach Gewalterfahrungen kann dieser Schritt schwerfallen. Wichtig ist: Du hast das Recht auf Schutz und Unterstützung.

In Baden-Württemberg gibt es bei allen Polizeipräsidien Ansprechpersonen für LSBTI*. Sie sind dafür da, dich zu unterstützen und den Kontakt so diskriminierungssensibel wie möglich zu gestalten.

Diese Möglichkeiten hast du:

  • Du kannst dich direkt an die Ansprechpersonen LSBTI* (AP-LSBTI*) wenden.
  • Du kannst dich an VelsPolSÜD, das Netzwerk für LSBTI-Beschäftigte in Polizei und Justiz, wenden.
  • Du kannst eine Anzeige erstatten – auch mit Unterstützung einer Beratungsstelle. Ein Leitfaden des Projekts 100 Prozent MENSCH bietet hilfreiche Informationen und konkrete Handlungsempfehlungen zum Anzeigen von (queerfeindlichen) Straftaten, wenn du selbst betroffen bist oder Zeug_in wirst.

Vorfälle melden und sichtbar machen

Es ist verständlich, wenn du unsicher bist. Gleichzeitig hilft jede Meldung dabei, Gewalt sichtbar zu machen und langfristig zu bekämpfen. Die Fachstelle gegen Antifeminismus und Queerfeindlichkeit in Baden-Württemberg (FAQ BW) erfasst Vorfälle anonymisiert für ein landesweites Monitoring

Das hilft dabei

  • Entwicklungen sichtbar zu machen,
  • Sicherheitslagen besser einzuschätzen,
  • und politische Maßnahmen zu verbessern.

Hinweis: Die Fachstelle bietet selbst keine Beratung oder Begleitung beim Anzeigen von Vorfällen an.

Hilfe bei Hass und Hetze im Netz

Hass und Hetze im Internet können genauso belastend sein wie direkte Gewalt. Auch hier gilt: Du musst das nicht allein aushalten.

Die Initiative Toleranz im Netz hat Hilfsangebote und Anlaufstellen zusammengestellt, die dich unterstützen können – zum Beispiel beim Umgang mit digitalen Angriffen oder beim Melden von Inhalten.

Dort findest du unter anderem:

  • Beratungsangebote für Betroffene digitaler Gewalt (z. B. psychosoziale und rechtliche Unterstützung)
  • Spezialisierte Anlaufstellen für unterschiedliche Zielgruppen (z. B. Jugendliche, Betroffene von rechter oder antisemitischer Gewalt)
  • Informationen zu Opferschutz und zum Ablauf von Strafverfahren
  • Möglichkeiten, Hass und Hetze zu melden oder anzuzeigen
  • Übersichten zu weiteren Beratungsstellen